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Der Württemberger

Pferderasse Württemberger

Die Zucht der Württemberger Pferde begann 1895 in Baden-Württemberg mit dem Ziel ein schweres Arbeitspferd für die landwirtschaftliche Arbeit und gleichzeitig ein Reitpferd für den Reit- und Fahrsport zu entwickeln. Die württembergische Pferderasse existiert häufig als Fuchs oder Brauner, Schimmel und Rappen sind eher selten. Württemberger haben einen ausdrucksvollen Kopf mit ausreichend langem Hals. Die Schultern sind gut gelagert und die Rückenlinie ist elastisch. Es besteht viel Gurtentiefe, damit ist der Abstand zwischen Widerrist und Brustbein/Ellenbogen definiert. Die Beschreibung der Gurtentiefe ist für das Württemberger Pferd positiv, da sich seine Lunge weit ausdehnen kann und trotzdem genügend Platz für das Herz bleibt. Damit ist sein Widerrist ebenso gut ausgeprägt. Die Pferde besitzen ein stabiles Fundament, harte Hufe und eine muskulöse Kruppe. Besondere Ausprägung erhält die Rasse durch saubere, korrekte Gliedmaßen. Insgesamt ist das Württemberger Pferd ein kräftiges und kompaktes Reitpferd, das manchmal etwas gedrungen wirkt. Brandzeichen der Pferderasse Württemberger Der durchschnittliche Stockmaß beträgt 160 – 163 cm. Mit der Zeit hat sich die Rasse zu den edelsten deutschen Warmblutrassen gesellt. Durch deren starken Nerven und ihrer Leistungsbereitschaft eignen sie sich ausgezeichnet als Reit-, Fahr- und Sportpferd. Zurzeit werden Württemberger hautsächlich im Landgestüt Marbach gezüchtet.

Zuchtentwicklung der Pferderasse Württtemberger

Die Entstehung sowie die Zucht des Württembergers steht in enger Verbindung mit der Geschichte des heutigen Haupt- und Landgestüts in Marbach. Das Gestüt wurde im Jahre 1460 von Graf Eberhard V. als Hofgestüt gegründet und anschließend von seinem Sohn Christoph übernommen. Christoph baute das Gestüt im Jahr 1554 aus umso sein Ziel die Verbesserung der bis dahin minderwertigen Landeszucht zu verfeinern. Erst durch den Import und Zuchteinsatz der beiden Normänner Hengste Comet und Faust, die sich mit durchschlagender Vererbung präsentierten, wurde der Durchbruch für die Rasse des Württembergers gegründet. Als nach dem Zweitem Weltkrieg die Anfrage an Arbeitstieren aufgrund von entwickelten Maschinen zurück ging, stieg die Nachfrage von reitfähigen, feineren Pferden. Dem Trakehner Hengst "Julmond“, welcher vom damaligem Landstallmeister Dr. Georg Wenzler erworben wurde und so von Warendorf in das Haupt- und Landgestüt Marbach gebracht wurde, ist die Veredelung des noch immer schweren Warmbluttyp zu verdanken. Obwohl er nur 5 Jahre in Marbach wirken konnte, gilt er noch heute als Stammvater der modernen Württemberger Warmblutzucht. Zum Ende des 20. Jahrhunderts wurden andere Warmblutrassen, ins besondere Holsteiner, in die Zucht eingezogen, um so den Rahmen, das Kaliber und das Springvermögen der Württemberger Pferde zu verbessern. Außerdem hat im Gestüt wieder eine Veredlungsphase eingesetzt, welche speziell durch Vollblüter wie Heraldik xx geprägt ist. Der berühmte Württemberger Warmblut „La Biosthetique Sam FBW“ wurde im Jahr 2000 erfolgreiches Vielseitigkeitspferd.