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Die Wirbeltiere

Die Art der Wirbeltiere entstand schon mit der Entwicklung der Tierwelt. Die ersten Wirbeltiere haben ihren Ursprung im Wasser mit einem Innenskelett. Wie die Geschichte es vorgesehen hat, entwickelten sich aus den Fischen die ersten Kriechtiere, Vögel und letztendlich auch Säugetiere. Wirbeltiere sind von Natur aus so konstruiert, dass ein Knochenskelett ihre inneren Organe schützen und gleichzeitig dazu beitragen sich fortzubewegen. Besonders bei den Pferden werden alle inneren Organe und bei Stuten auch das ungeborene Fohlen geschützt. Die Wirbelsäule der Pferde ist entsprechend einer sogenannten Hängebrücke aufgebaut.

Bei allen Wirbeltieren wie auch bei den Menschen verlaufen entlang der Wirbelsäule wichtige Nervenbahnen zum Rückenmark, von wo Reaktionen gesteuert werden. Daher stellt die Wirbelsäule eine empfindliche Stelle der Pferde dar. In der Wildnis versuchen die Raubtiere Pferde oftmals mit einem Biss in den Rücken bewegungslos hinzurichten. Durch diesen Instinkt empfinden die Pferde zu Beginn der Ausbildung alle Lasten auf dem Rücken als Bedrohung und reagieren dementsprechend unterschiedlich extrem. Daher sollte insbesondere das Auflegen des Sattels sehr behutsam und über einige Wochen hinweg geübt werden. Nur so kann das Vertrauen aufgebaut werden und ein Wirbeltier zum Sportpferd ausgebildet werden.

Wirbeltier mit meinem Skelett.

Aufbau der Wirbeltiere

Ein Wirbeltier kann nur seine vorgesehenen Lasten tragen, wenn die einzelnen Wirbel richtig über den Knorpelscheiben verbunden sind. Nur so kann ein Wirbeltier seinen Bewegungen folgen und entsprechende Lasten im Gleichgewicht ausgleichen. Dennoch sollte berücksichtig werden, dass ein Pferd nicht zum Tragen von Lasten geboren wird. Wie jeder Mensch kann auch ein Wirbeltier nur ein bestimmtes Gewicht aushalten. So elegant die modernen Pferderassen mit langem Rücken und dünnen Beinen auch ist, die Kraft unter dem Reiter lässt schneller nach.

Faustregel: "ein Pferd soll nur die Last von einem Fünftel seines eigenen Gewichtes tragen"

Wirbeltiere sollten demnach nicht überlastet werden. Sonst könnte die Folge nicht nur Schmerzen und damit unreitbar sein, sondern auch für die Zucht nicht mehr geeignet und es entwickelt sich im schlimmsten Fall eine Angst gegen den Reiter.

Empfindlichkeit der Wirbeltiere

Ein passgenauer Sattel für ein Pferd ist unumgänglich. Der Reiter sitzt hinter den Schultern, direkt über der Wirbelsäule. Werden Nerven durch den Sattel eingedrückt, verursacht es Schmerzen und das Wirbeltier sträubt sich gegen die Bewegung. In solchen Fällen hilft auch keine Polsterung mit diversen Kissen zwischen Sattel und Pferderücken. Sollte der Sattel nicht angepasst werden, kann es dauerhaften, chronischen Veränderungen der Wirbel kommen und dem Pferd enorm schaden.

Im Bewegungsablauf werden bei den Wirbelpferden nicht nur der Rücken und die Beine beansprucht, sondern auch der Hals und die Nackenmuskulatur spielen eine wichtige Rolle, das Gleichgewicht gerade auf unebenem Boden auszugleichen. Der Hals muss frei sein und entsprechend der Bewegung mitschwingen.