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Dülmener Wildpferde

Das Dülmener Wildpferd ist eine Ponyrasse und hat daher nur ein Stockmaß von 125 bis 135cm. Leben tut das es in Dülmen, Westfalen auf einem 350 Hektar großen Naturschutzgebiet. Rund 300 Pferde leben als Wildpferde unter sich nur mit sehr geringem Menscheneingriff. Außerhalb des Bereichs lebende Pferde haben nur den Namen Dülmener. Ihren Ursprung haben die Dülmener Wildpferd als Dülmener Brücher. Leider steht diese Pferderasse ebenso wie die Schwarzwälder Füchse auf der roten Liste, der gefährdeten Nutztierrassen in Deutschland. Da diese so sehr gefährdet ist wurde sie von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres“ 2014 erklärt.Brandzeichend der Pferderasse Dülmener Wildpferd

Der Name der Dülmener Wildpferde entstammt nur daher, dass sie eine halbwilde Lebensweise führen, aber dennoch Zeichen der Zucht tragen. Der Körperbau der Wildpferde gleicht noch immer seinem Ursprung mit einer braun-grauen Fellfarbe und dem bekannten Aalstrich von der Mähne über den Rücken bis zum Schweif. Entlang der Beine zeichnen dunkle Streifen, die einem Zebra gleich kommen. Zudem besitzen die Dülmener Wildpferde ausgeprägte Mähne- und Schweifhaare.

Durch ihr freies Leben gelten die Wildpferde als robust, freundlich und lernwillig. Die Dülmener Wildpferde sind zudem in der Futterauswahl nicht so wählerisch, dass sie in der Natur vieles fressen.

Entwicklung der Dülmener Wildpferde

Bekannt wurden die Dülmener Wildpferde mit der ersten Dokumentierung 1316. Damals wurden sie von Jägern entdeckt. Durch die aufkommende Landwirtschaft wurde der Lebensraum der Wildpferde immer weiter eingeschränkt. Nur Dank Alfrad von Croy, der 1847 20 Dülmener einfangen ließ und diese sicher in einem Gelände von 33 Hektar brachte, dort lebt die Rasse noch bis heute. Gemeinsam mit einer weiteren Pferderasse, der Emscherbrücher Pferde, erfolgte eine schnelle Vermehrung und der Pferdebestand hält sich noch heute aufrecht.

Lebensweise der Dülmener Wildpferde

Grundsätzlich leben die Dülmener Wildpferde in der freien Natur vom Merfelder Bruch und ohne jeglichen menschlichen Einfluss. Sollte ein harter Winter herrschen werden die Pferde mit zusätzlichem Futter versorgt. Um die Rasse so zu erhalten, wie sie ist, bestehen strenge Regeln. Eine ist, dass die Junghengste am letzten Samstag im Mai eingefangen werden und versteigert werden.

Außerhalb des Geländes gelten die Dülmener als wertvolle Kleinpferde und werden hauptsächlich als Reitpferd für Kinder eingesetzt. Durch ihre Lebensweise können sie in einem Offenstall gehalten werden.