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Die Kraft der Springpferde

Springpferde haben ihren Namen durch die Disziplin Springen. Beim Springreiten muss Pferd und Reiter eine Reihenfolge von mehreren Hindernissen überwinden. Die Hindernisse unterscheiden sich dabei um einen Steilsprung (eine Stangenreihe), Hochweitsprünge (mehrere Stangenreihen) sowie Geländesprünge (Graben, Hecke).

Springpferde ausbilden

Ein Springpferd muss unterschiedliche Hürden an Hindernishöhen überwinden. Wie hoch ein Springpferd springen kann, hängt nicht nur von der Körpergröße des Pferdes ab, sondern auch von Technik, Kraft und Willen. Zu Beginn der Ausbildung eines Springpferdes ist es wichtig Vertrauen zum Reiter zu gewinnen und die Grundausbildung der sicheren Beherrschung aller drei Grundgangarten, Schritt, Trab und Galopp, vollführen zu können. Anschließend folgt in der nächsten Stufe das Vertraut machen mit einer Springstange auf dem Boden liegend. Jedes Springpferd fängt klein an und muss erst lernen über eine Stange zu springen. Wichtig ist dabei, dass das Springpferd selbst lernt, seine vier Beine zu koordinieren und entsprechend ran zu ziehen und wieder aufzusetzen. Während das Springpferd in der Ausbildung immer mehr an Höhe gestellt bekommt, lohnt es sich die einzelnen Phasen, die ein Springpferd durchläuft genauer zu beschreiben.

1. Anreiten: Reiter und Pferd fokussieren sich auf den Sprung. Das Springpferd wird unter Kontrolle gehalten, sodass der Reiter die Galoppsprünge verkürzt oder verlängert, um entsprechend passend auf das Hindernis zu zureiten. Je nachdem, ob es sich um einen Steilsprung, einer Kombination oder einem Weitsprung handelt, muss der Reiter dafür sorgen, dass das Springpferd weit oder kurz springt. Der Reiter gibt das Signal zum Absprung.

2. Sprung: Während des Sprungs ist es wichtig, dass sich der Reiter und das Springpferd ausbalancieren, je nach Hindernisart dauert der Sprung länger oder ist extrem kurz. Um das Springpferd im Rücken zu entlasten, muss sich der Reiter mit seinem Oberkörper weit nach vorne, fast auf den Hals des Pferdes legen. Der Reiter geht somit mit der Pferdebewegung und nimmt keinen Einfluss auf Schwung und Wölbung des Rückens vom Springpferd.

3. Landung: Während der Landung passieren die meisten Fehler, sodass das Springpferd eine Stange vom Hindernis stößt und als Fehler gewertet wird. Das Springpferd muss sicher landen, bevor es den Parcours weiter durchgaloppiert.

Die Geschichte der Springpferde

Über Hindernissen, die im Weg standen, sind die Menschen schon immer gesprungen. Auch in der Freizeit wurde ein beliebiges Springen durchgeführt. Auf Turnieren sind die Springpferde erst im 19. Jahrhundert gestartet. Seit 1975 werden Welt- und Europameisterschaften veranstaltet.