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Schwarzwälder Füchse

Die Schwarzwälder Füchse haben ihren Namen von ihrem Geburtsort, dem wunderschönen Schwarzwald. Er gehört zu der Kaltblutrasse. Durch ihr einmaliges Aussehen fallen die Schwarzwälder Füchse in jedem Fall auf. In der Regel sind sie als Füchse oder Dunkelfüchse mit heller Mähne und Schweif aufzufinden. Heute sind die Schwarzwälder Füchse sehr beliebte Freizeit- und Kutschpferde. Leider gehört er ebenfalls zu der roten Liste, der gefährdeten einheimischen Nutztierrassen in Deutschland. Da nicht jeder Pferdefreund sich diese spezielle Rasse annehmen möchte, ist die Verbreitung der Schwarzwälder Füchse sehr gering. Brandzeichen der Pferderasse Schwarzwälder Füchse

Ihr Körperbau erstreckt sich auf einen Stockmaß von 148 bis 160cm. Dazu besitzen sie einen kurzen Kopf mit einem kräftigen Hals. Durch ihre schräge Schulter und der breiten Kruppe erhalten die Schwarzwälder Füchse raumgreifende Gangarten. Der Körperbau gibt ihnen ein stattliches Gewicht von bis zu 700kg. Im Charakter sind die Schwarzwälder Füchse unschlagbar, sie haben ein reines, ruhiges Gemüt, was durch ihren harten Einsatz unter knappen Futterresourcen entwickelt hat.

Entwicklung der Schwarzwälder Füchse

Die Schwarzwälder Füchse gehören zu den ältesten Pferderassen in Deutschland. Sie wurden für die schwere Waldarbeit im Schwarzwald gezüchtet. Schon im Mittelalter begannen die Bauern ihren Arbeitspartner zu züchten und das mit Erfolg. Die frühe Erscheinung der Schwarzwälder Füchse ist in vielen Aufzeichnungen von Klöstern im 15. Jahrhundert ersichtlich. Damals trugen sie den Namen Wälderpferd. Ein Stutbuch wurde ab 1896 geführt und damit die Schwarzwälder Pferdezuchtgenossenschaft gegründet, welche 1936 ins Badische Pferdestammbuch überging.

Nach dem zweiten Weltkrieg und der aufkommenden Motorisierung erlitten die Schwarzwälder Füchse einen herben Rückgang. Viele der eingebrachten Zuchtlinien fanden in dieser Zeit ihr Ende, sodass nur noch die D-Linie und M-Linie überlebten.

Um einer Inzucht zu umgehen, wurden andere Pferderassen, wie der Trakehner, Freiberger und Noriker eingekreuzt. Wichtig war in diesem Zusammenhang, dass die Rassen schwere Arbeit und einen ähnlichen Körperbau vertreten. Die jüngste Einkreuzung ist mit dem Schleswiger.

Dank dieser Maßnahmen besteht heute noch immer die schöne Pferderasse der Schwarzwälder Füchse.