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Das Pferd als Säugetiere

Pferde sind ebenso wie wir Menschen auch Säugetiere. Die Pferdestuten bringen die Fohlen zur Welt und ziehen diese auf. Nach wenigen Wochen werden Stute und Fohlen voneinander getrennt. Die Pferdestuten benötigen elf Monate bis zum Austragen des Fohlens. In der Regel bringt eine Stute nur ein Fohlen zur Welt. Zwillinge wie bei den Menschen sind äußerst selten. Bei den Sägetieren ist es durch die Wildnis entstanden, dass die meisten Fohlen im Frühjahr zur Welt kommen. Nach dem Winter haben so Stute und Fohlen mehr Energie und genügend Futter zur Entwicklung während der Säugezeit. In der heutigen Zeit hängt es noch immer an der Trächtigkeit der Stute ab. Nicht jedes weibliche Säugetier ist für das Austragen eines Fohlens beständig. Während der Geburt benötigt die Pferdestute in der Regel keine Hilfe, um genügend Ruhe zu haben, passiert es auch oftmals in der Nacht. Kommt es zu Komplikationen ist es oft das Todesurteil für Stute und Fohlen.

Die ersten Stunden eines Säugetiers

Säugetier liegend in der Box.

Insbesondere bei Säugetieren ist es wichtig, dass diese in den ersten Stunden die erste Milch der Mutter erhalten. Fohlen haben durch die Wildnis die Kraft wenige Minuten nach der Geburt aufzustehen. Wenn auch auf sehr wackeligen Beinen war es früher wichtig zum Überleben. Herrschte Gefahr musste das Fohlen in der Lage sein, der Herde zu folgen. Säugetiere haben ihren Namen dadurch, dass sie sich die Milch aus den Zitzen der Mutter saugen. Die erste Milch der Pferdestute trägt den Namen Biestmilch. Sie enthält lebenswichtige Stoffe, die das Fohlen in jedem Falle erhalten sollte. Schon nach wenigen Tagen sollte das Fohlen die Möglichkeit in den freien Auslauf zu kommen, um so seine Energie frei zu lassen und sich immer mehr in der Beständigkeit der Bewegungen vertraut zu machen. In dieser Zeit bleiben Stute und Fohlen oftmals noch zusammen, doch die Mutter lässt das Säugetier nur noch selten trinken. Wie bei jedem Säugetier sollte auch das Fohlen möglichst viel in den ersten Tagen kennenlernen, sei es der Traktor oder das Halfter auf dem Kopf. Dadurch hat es das Pferd in seinem weiteren Leben einfacher und bleibt im Wesen ruhiger.

Das Säugetier wird erwachsen

Fohlen auf der Weide.

Im Alter von drei oder vier Jahren, je nach Entwicklung, haben sich die Fohlen soweit körperlich entwickelt, dass sie zum Reitpferd ausgebildet werden können. Wichtig ist, dass der Knochenbau so weit ausgereift ist, dass das Pferd den Belastungen stand hält und sich in allen Gangarten ausbalancieren kann. Beim Einreiten muss der Reiter mit dem Säugetier besonders vorsichtig und behutsam umgehen, denn alle Aktivitäten sind für das Pferd neu und es weiß nicht was mit ihm passiert. Bei einer zu energischen Ausbildung kann das Pferd schreckhaft werden und Misstrauen dem Reiter gegenüber bekommen.

Jedes Säugetier und somit auch Pferde erhalten einen eigenen Pass. Bei Pferden ist dies der Pferdepass. Darin werden besondere Auffälligkeiten bei der Fellmusterung notiert und die Herkunft väter- und mütterlicher Seits dokumentiert. Ebenfalls werden hier die kontinuierlichen Impfungen eingetragen.