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Der Sarvarer

Die Pferderasse des Sarvarer kennen viele auch unter der Bezeichnung Leutstettener. Der Savarer zeichnet einen ausgeglichenen Charakter aus, daher ist er ein angenehmes Sport- und Freizeitpferd. Auffällige Bewegungen, wie raumgreifende Gänge, herausragenden Körperbau und menschenbezogen machen den Sarvarer zu einer beliebten Pferderasse. Brandzeichen der Pferderasse Sarvarer

Der Sarvarer besticht durch sein schlichtes Aussehen. Er ist in allen braun Tönen mit Schattierungen zu finden, selten als Fuchs oder Schimmel. Auch weiße Abzeichen sind sehr selten aufzufinden.

Rassenentwicklung des Sarvarer

Ihren Ursprung finden die Sarvarer in Westungarn, dort kaufte 1803 Erzherzog Ferdinand von Modena-Este die Herrschaft Sárvár. Er sorgte für einen straffen Gestütsbetrieb mit einer genauen Zuchtplanung. Dadurch wurden ab 1816 exakte Gestütsbücher geführt. Mit seiner Vorgehensweise entstanden drei Stutenstamme, die noch heute bekannt sind, die HELENA und die BOGAR. Die dritte Stutenlinie des Sarvarer hielt den Anforderungen nicht stand und wurde vernachlässigt.

Auch bei der Auswahl der Hengste wurde ein strenges Auge gelegt, um stets einen hohen Vollblutanteil in der Sarvarer Rasse beizubehalten.

Ab 1875 erbte Prinzessin Ludwig von Bayern das Gut Sárvár, sodass der Sarvarer seine Zuchtgeschichte in Bayern fortführt.

Sarvarer auf der Flucht

1945 marschierten die Russen in Bayern ein, sodass das Gestüt des Sarvarer in Sicherheit gebracht werden musste. Zuerst wurden die Stuten mit der Bahn nach Westen auf den Wittelsbacher Besitzt Leutstetten bei Starnberg gebracht. Weitere 16 Pferdeanhänger und Personal des Gestüts folgten den Stuten und fanden in Leutstetten eine neue Heimat.

1980 wurden 50 Sarvarer Pferde an das Gestüt Pusztabereny am Plattensee verkauft. Der Sarvarer war sehr gefragt, denn durch seine reine Blutführung und dem weiterhin vererbten Charakter nahm er Einfluss in die ungarische Zucht.

Durch eine starke Veränderung auf dem Gestüt, mussten alle Sarvarer Pferde 2006 verkauft werden. Im Vordergrund stand dabei, die Stuten an verantwortungsvolle Züchter weiterzugeben, die den traditionellen Zuchtprinzipien weiterhin folgen. Nur so kann die reine Zuchtgeschichte des Sarvarer weiter bestehen bleiben.