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Raufutter

Jedes Pferd benötigt unterschiedlich viel an Raufutter. Dies ist von der Größe, Gewicht und Leistung des Pferdes abhängig. Genauso wie bei Menschen können auch Pferde an Übergewicht leiden, daher ist es wichtig zu wissen, was für einen Stoffwechsel das Pferd besitzt.

Zum Raufutter gehören:

  • Stroh
  • Heulage
  • Silage

Stroh: Stroh wird weniger als Raufutter gefüttert, sondern dient als Einstreu und als Beschäftigung und zum Knabbern über den Tag. Stroh hat den Vorteil, dass ein Pferd nicht so schnell zunimmt, als bei Heu. Dennoch gibt es auch Pferde, die aus Langeweile das gesamte Stroh essen und aus Krankheitsgründen gerade nicht so viel bewegt werden. In diesem Fall kann das Pferd stark an Gewicht zunehmen. Im Gegensatz zu dünnen Pferden ist Stroh als zusätzliches Raufutter super geeignet. Bei zu hoher Aufnahme an Stroh drohen Verdauungsprobleme bis hin zur Kolik. Pferde, die gegen Stroh allergisch sind oder zu viel davon fressen sollten auf Späne umgestellt werden.
Heulage: Heulage bezeichnet man auch als Grünfutterkonserve mit über 55% Trockensubstanz. Heulage ist damit nicht so trocken wie Heut, aber auch nicht so feucht wie Silage. Es ist ideal für Pferde, die Silage nicht mögen, aber Heu zu trocken für deren Atemwege sind.
Silage: Silage ein günstiges Raufutter, sollte aber immer mit Vorsichtig gefüttert werden, da es den Organismus des Pferdes übersäuern und somit zu unterschiedlichen Krankheiten führen kann. Des Weiteren gibt es Maissilage, welches viel Phosphor und wenig Calcium enthält. Und Grassilage, welches wenig Calcium und wenige Phosphor enthält. Silage sollte immer trocken gehalten werden, da es schnell zu Schimmelbildung führen kann. Verschimmeltes Silo sollte auf gar keinen Fall verfüttert werden!

Raufutter ist wichtig

Ein Pferd benötigt mindestens morgens und abends eine Ration an Raufutter. Sie regen die Verdauung und Speichelbildung an und sorgen mit ihren Rohfasern für einen gesunden Zahnabrieb. In der Natur ernähren sich die Pferde vom natürlichen Raufutter wie Gräsern, Kräutern, Rinden und Wurzeln, ohne Kraftfutter. Daher ist es sehr wichtig, dass ein Pferd täglich mehrere Mengen an Raufutter erhält. Zudem sorgt es für Beschäftigung des Pferdes und vermindert dadurch Untugenden wie Koppen oder Stangenbeißen. Auch aus der Natur heraus kennen Pferde es nicht anderes, ständig und langsam ihr Raufutter zu fressen. Dadurch entsteht ein Sättigungsgefühl im Darm, das einer Überladung des Magens vorbeugt.

Raufutterersatz

Nicht jede Stallung hat die Gegebenheit viele Hektar Weide um sich herum zu haben. Als Zusatz zum Raufutter dienen Heubricketts und Heucobs. Durch die schonende Verarbeitung enthalten die Eiweiß, Karotin und Kalzium.