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Mauke

Mauke kennen auch viele unter dem Begriff Fesselekzem, auch wenn sie nicht immer an der Fessel auftritt. Die Erkrankung hat unterschiedliche Ausprägungen und daher kein einheitliches Erkennungsbild. Eine klare Andeutung zeigt sich durch verkrustete Haut. Meistens ist die Mauke in der Fesselbeuge zu finden und im Winter. In der Fesselbeuge können sich die Bakterien bequem ausbreiten und werden nicht so schnell erkannt.
Mauke kann durch folgende Ursachen entstehen:

  • Stress
  • Futter
  • Allergie
  • Bakterien
  • Milben
  • Pilze
  • Feuchtigkeit
  • schlecht Hygiene

Herkunft der Mauke

Mauke ist eine der ältesten Erkrankungen eines Pferdes. Schon im 3. Jahrhundert haben Tierärzte diverse Rezepturen für die Maukebehandlung aufgeschrieben. Die Erkrankung kann jedes Pferd befallen, je nach Umgebung und pflege. Besonders ältere und junge Pferde sind betroffen, da ihr Immunsystem vermehrt beansprucht wird. Mauke entsteht durch das Eindringen von Milben, Bakterien oder Pilzen und verbreitet sich still aus.

Mauke erkennen

Mauke sollte bei Erkennung sofort behandelt werden, denn die Bakterien breiten sich weiter aus und können sogar zum Tod des Pferdes führen! Die Erkrankung beginnt mit der Rötung der Haut, was einem nicht auffällt, da das Fell darüber liegt. Anschließend fallen die Haare aus und es bilden sich harte Krusten, die auf dem ersten Blick wie Dreck aussehen. Spätestens in diesem Stadion sollte dem Pferd geholfen werden! Das Pferd leidet unter Schmerzen, da die Bakterien unter der Kruste eine Entzündung entwickeln. Bei keiner Behandlung fängt das Pferd vor Schmerzen an zu lahmen, die Stelle wird dick und warm. Durch die Mauke wird das Pferd vergiftet!

Mauke behandeln

Es gibt diverse Behandlungsmöglichkeiten gegen die Mauke. Zu Beginn sollte die Stelle mit Wasser und milden desinfizierender Seife gereinigt werden, sodass sich die Kruste löst. Die Kruste vorsichtig abziehen, aufpassen, dass keine größere Verletzung verursacht wird! Anschließend mit einem sauberen Tuch abtrocknen und eine antibakterielle Salbe auftragen.
Zur Behandlung gibt es neben der Salbe vom Tierarzt verschiedene Hausmittel:

  • Propolis
  • Teebaumöl
  • Knoblauch mit Kokosöl und Mandelöl

Bei der Behandlung ist es sehr wichtig die Wunde nicht zu verschließen, sondern an der Luft offen zu lassen. Daher dürfen keine Salben verwendet werden, die die Wunde verschließen, so wie es die Kruste getan hat. Ebenso sollte die Wunde möglichst nicht mit einer Gamasche oder Bandage geschützt werden, denn die Bakterien müssen raus.

Welche Ursache auch immer die Mauke ausgelöst hat, das Immunsystem des Pferdes ist nicht 100% Gesund, denn sonst hätten Pilze, Bakterien oder Milben keine Chance sich auszubreiten.

Mauke vorbeugen

Zu viel Feuchtigkeit ist einer der Auslöser, aber auch schlechte Hygiene und eine dreckige Box können Mauke verursachen. Aber auch die Weidezeit sollte immer Witterungsabhängig bestimmt werden, auf nassen Weiden haben die Pferde auch keinen Spaß und die Hufen werden weich. Grundsätzlich sollten Weiden und Paddocks immer abgeäppelt werden, um das Risiko von übertragbaren Viren zu vermindern. Auch in der Reithalle kommt es nicht nur dem Boden und der Ansicht zu Gute.
Mauke kann aber auch durch die Fütterung entstehen. Hier sollte geklärt werden, ob das Pferd irgendwelche Allergien besitzt. Durch ein regelmäßiges Blutbild lassen sich Mangelerscheinungen frühzeitig beheben.
Tägliche Kontrolle des Fells, der Hufen und des gesamten Wohlbefinden des Pferdes ist eine wichtige Aufgabe, die der Pferdebesitzer durchzuführen hat.