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Kutschpferde

Kutschpferde werden vor eine Kutsche oder einen Wagen gespannt. Dieser Fahrsport ist mit den Jahren zu einer Form des Pferdesports geworden. Schon im Mittelalter haben die Menschen ihre Pferde als Arbeitskraft eingesetzt. Sie mussten Lebensmittel oder sonstiges von einem Ort zum Anderen transportieren. Auch auf dem Acker waren die Kutschpferde hilfreich, um den Boden zur neuen Ernte umzupflügen. Für diese schwere Arbeit wurden oft Trakehner eingesetzt.

Heute sind Kutschpferde als Freizeitattraktion oder für besondere Anlässe, wie eine Hochzeit sehr gefragt. In Deutschland sieht man daher nur noch sehr selten eine schöne Kutsche mit Pferden auf der Straße. Während auf manchen Ostfriesischen Inseln diese Art der Fortbewegung unumgänglich ist. Denn nur auf der Insel Norderney sind Pkws erlaubt. Zum Schutze der Natur und weil die Insel nicht so groß sind, werden die Kutschpferde sehr gerne eingesetzt.

Zwei schwarze Kutschpferde vor einer Hochzeitskutsche.

Kutschpferde auf Fahrturnieren

Auf den Fahrturnieren unterscheiden sich die Disziplinen eines Kutschpferds in

  • Dressurfahren

  • Beim Dressurfahren wird ein vorgeschriebener Parcour in einem Fahrviereck absolviert. Dabei werden bestimmte Hufschlagfiguren in den unterschiedlichen Gangarten vorgeführt. Bei dieser Prüfung achten die Richter nicht nur auf die Ausführung, sondern auch auf das Aussehen von Fahrer und Pferd sowie der Kutsche. Die Kutschpferde können mit auffälligem Geschirr oder schlichtem Leder ausgestattet werden. Nach erfolgreich absolvierter Dressurfahrt erhalten Fahrer und Kutschpferd eine Wertnote zwischen 0 und 10. Wichtig ist es eine Wertnote von mindestens 5 zu erhalten, um die anschließende Hindernis- oder Geländefahrt weiter absolvieren zu dürfen.

  • Hindernisfahren

  • Beim Hindernisfahren werden je nach Schwierigkeitsgrad entsprechend viele Kegelpaare auf den Boden gestellt. Dabei können bis zu 20 Kegelpaare aufgestellt werden, die der Fahrer mit seinem Kutschpferde umfahren muss. Die Kegelpaare besitzen einen Abstand von 20-50 cm mit einem Kegel obendrauf. Der Fahrer muss nun sein Kutschpferd so schnell wie möglich um die Kegel herumführen, ohne das ein Kegel herunterfällt. Zusätzlich müssen in einer Zahlenreihenfolge Kegeltore durchfahren werden, sodass ähnlich dem Springen ein vorgeschriebener Parcour entsteht.

  • Geländefahren

  • Beim Geländefahren werden künstliche und natürliche Hindernisse überfahren. Dabei gibt es Hindernisse, wie zum Beispiel Brücken, Wasserbäche, enge Kurven. Je nach Schwierigkeitsgrad besitzt die Strecke eine Länge von 15-18Km. Die Strecke ist zudem in Streckenabschnitte unterteilt in denen der Fahrer sein Kutschpferd in einer bestimmten Gangart und Zeit durchführen muss.

  • Traditionsgespannfahren

  • Beim Traditionsgespannfahren geht es nicht um einen Wettkampf, sondern um das Präsentieren des Kutschsportes. So lässt sich der Nachwuchs begeistern. Historische Gespanne werden mit passendem Zaumzeug den Kutschpferden umgehängt und die Fahrer tragen entsprechend passende Kostüme. Häufig wird dies auf großen Veranstaltungen des Pferdesports vorgeführt.