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Entstehung der Pferde

Pferde und Menschen leben schon seit Jahrtausenden nebeneinander. Mit der Veränderung des menschlichen Verhaltens, wurden Pferde abhängig von den Menschen und umgekehrt. Insbesondere in der frühen Zeit waren die Pferde für den Menschen ein vielfältig einsetzbares Tier. So wurden sie für die Jagd geritten, zum Trieb von Rindern, Schafen oder Ziegen. Schon damals wurden die Pferde gezüchtet und dienten so auch als Fleischreserve. Die Stuten wurden zum Teil sogar gemolken.

Das Pferd als Heiligtum

Durch ihren Körperbau und die Kraft sind die Pferde auch heute noch ein wunderbares Wesen, welches Respekt einhaucht. Dies wurde auch schon in den Höhlenmalereien deutlich, welchen Stellenwert ein Pferd hatte. Der Status „Freund“ bekam das Pferd erst viel später. Während es als Transporttier den Menschen weite und schnelle Reisen ermöglichte und als Kriegstier seinen ehrenvollen Dienst vollrichtete, hielten viele Regionen das Pferd als Heilig und Wahrzeichen. Der erste Pferdesport wurde in der Antike ausgetragen. Damals veranstalteten die Römer Wagenrennen mit Pferden und begeisterten Schaukämpfen.

Vom Wildpferd zum Hauspferd

Der Einsatz des Pferdes wurde durch die Menschen verändert. Ihr Lebensdomizil wurde durch die Besiedelung zerstört, womit die Wildpferde ausgerottet und eingesperrt zum Hauspferd wurden. Die Menschen lernten den Pferden Zucht und Ordnung, begannen mit gezielten Zuchten, verstärkten ihre Leistung mittels entsprechender Ernährung und nahmen sie immer mehr als Arbeitspartner war. Dadurch bildeten sich die Rassen auf der ganzen Welt. Je nach Einsatzgebiet wurde in den Regionen die Rasse gezüchtet und entwickelten sich in ihrer Größe und Stärkung des Knochenbaus. Im Norden entstanden robuste, kräftige Tiere im Gegensatz wurden im Süden zierliche, schnelle Pferde gezüchtet. Dennoch haben alle Pferde ihren Ursprung vom Steppenwildpferd, welcher in der späten Eiszeit nach Europa gelangte. Während die Landwirte starke aber ruhige Pferde benötigten, favorisierten die Ritter sportliche Rassen, die sich unterwarfen und keine Scheue hatten. Die Adeligen hingegen ritten lieber auf äußerlich herausragenden Pferden, die zahm und ausgeglichen waren.

Das Pferd als Statussymbol

Pferdekopf von der Seite.

Bis ins 20. Jahrhundert zeigten die Menschen anhand ihres Pferdes den Wohlstand der Familie. Denn nur Wohlhabende konnten sich in dieser Zeit ein Pferd leisten. Ärmere Leute verrichteten ihre Arbeit mithilfe von Ochsen, Ziegen oder Eseln. In dieser Zeit entwickelte sich das Pferd weiter, so wurde es als Hobby zum Jagdreiten, Polo spielen oder Pferderennen gehalten. Pferde waren nicht mehr nur Arbeitstiere, sondern als Vergnügen da. Dennoch veränderte sich damit nicht gleich die Haltung der Pferde, so mussten sie oft in kleinen Hinterhöfen oder Kellern übernachten. Die Pferde überstanden den lebenszerreißenden Einsatz und wurden immer mehr als Freizeitpferd gehalten. Dies haben sie nicht zuletzt der technischen Entwicklung an Transportmitteln und dem Ende der Kriege zu verdienen. Pferdehalter sahen das Pferd nun aus einer anderen Perspektive.