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Geschichte der Dressurpferde

Dressurpferde haben ihren Namen durch die Disziplin des Dressurreitens. Dressurreiten hat seinen Ursprung Ende des 19. Jahrhunderts als Reitsport. Das Reiten der Dressurpferde war damals nur den Offizieren vorbehalten. Auf diversen Veranstaltungen bekamen die Dressur immer mehr Aufmerksamkeit und nahm den Platz der Quadrillen ein. Erst im Jahre 1873 wurde der erste Einzelreitwettbewerb mit Dressurpferden ausgetragen und entsprechende Preise vergeben. Im Gegensatz zur heutigen Dressurprüfung mussten die Dressurpferde auch über kleine Hindernisse springen. Damals wurde noch nicht zwischen den Spring- und Dressurpferden unterschieden, sodass die Dressurprüfungen noch nach dem Zweiten Weltkrieg immer mit einem Gehorsamssprung endeten.

Mit den olympischen Spielen 1912 geht das Reglement der Dressur auf die militärischen Regeln der europäischen Kavallerie zurück. Hauptsächlich starteten Frauen auf ihren Dressurpferden in dieser Disziplin. Erst seit 2009 werden Frauen und Männer in einer Dressurprüfung gemeinsam bewertet.

Erfolgreiche Dressurpferde aus Deutschland

Durch den anhaltenden Erfolg der deutschen Dressurreiter ist Deutschland in der Pferdezucht sowohl für Dressurpferde, Spring- und Vielseitigkeit dominierend. Zudem ist die Dressur eines der erfolgreichsten Sportart, in der deutsche Sportler vertreten sind.

Dressurpferde haben gemeinsam mit seinem Reiter eine vorgegebene Dressuraufgabe vorzureiten. Diese wird am Ende durch die Richter mittels einer Wertnote zwischen 0-10 (10 ist ausgezeichnet) bewertet. Die Dressuraufgabe wird auf einem Reitplatz mit den Maßen 20x40m oder 20x60m geritten und besteht aus einer Reihenfolge verschiedener Lektionen. Bei jeder Aufgabe werden nicht nur das Dressurpferd, sondern auch der Sitz und die Hilfengebung des Reiters begutachtet.

Ein Dressurpferd trainieren

Ein Dressurpferd muss schon beim Einreiten in die richtige Laufbahn geführt werden. Insbesondere die Haltung des Pferdes, der Hals, Rücken und Schweif spielen eine wichtige Rolle in der Dressur. Durch das Training wird der Bewegungsablauf des Pferdes verfeinert, schwingt und harmonisiert gemeinsam mit dem Sitz des Reiters. Das Dressurpferd muss in sich balancieren und feinfühlig bei den Hilfen des Reiters reagieren. Wie bei jeder Sportart sollte eine ausgiebige Aufwärmphase erfolgen, sodass keine Sehnenüberdehnungen passieren. Dressurpferde werden anhand einer Ausbildungsskala ausgebildet und steigen damit im Schwierigkeitsgrad der Dressurprüfungen.

Dressurpferd mit Reiter während einer Dressurprüfung.